Pensionserhöhung 2027: was deine Pension wirklich wert ist

Um wie viel die Pensionen in Österreich 2027 steigen, was davon netto bleibt und ob die Pensionen seit 2002 mit den Preisen mitgehalten haben. Dazu jede Erhöhung im Vergleich zur Inflation und die Durchschnittspension nach Jahr, Frauen und Männern, gerechnet mit denselben Regeln wie der Pensionsrechner.

Deine Pensionserhöhung 2027

Eine ASVG-Pension, alleinstehend, ohne Kinder, Wien

Bruttopension 2026
€/Mo
Brutto 20272.263,87 €

+ 64,87 € (2,95 %)

Netto 20271.965,26 €

+ 51,85 € im Monat, + 736,85 € im Jahr mit 13. und 14.

Netto 20261.913,41 €

Hat die Pension mit den Preisen mitgehalten?

Pension seit
Bruttopension 2016
€/Mo
Bruttopension 20272.074,62 €

alle Erhöhungen seit 2016: + 43,7 %

Preise 2016 bis 2027+ 45,2 %

Verbraucherpreisindex (Prognose)

Kaufkraft der Nettopension− 1,6 %

netto 26.013 € im Jahr 2027 gegen 26.443 € (18.212 € von 2016 in Euro von 2027)

Nominal und real

Nettopension pro Jahr
Netto (wie ausbezahlt)
Kaufkraft (in Euro von 2027)

Dieselbe Nettopension zweimal: so, wie sie in jedem Jahr ausbezahlt wurde, und umgerechnet in Euro von 2027. Die Pension ist jedes Jahr um die gesetzliche Pensionsanpassung gestiegen, für eine Pension, die 2016 schon lief; Einmalzahlungen wie 2022 und 2023 (§§ 772a, 776 ASVG) sind im Jahr ihrer Auszahlung dabei, die bis 2009 lohnsteuerpflichtigen nach Abzug der Lohnsteuer. Liegt die gestrichelte Linie über der Kaufkraft von 2016, kauft die Pension heute mehr als damals. Ab 2026 ist der Preisindex noch nicht endgültig (vorläufig bzw. Prognose).

Pensionserhöhung und Inflation, Jahr für Jahr

Jahr
Erhöhung
Inflation Vorjahr
Differenz (Prozentpunkte)
Staffel
2027
2,95 %
3,2 % (vorläufig)
− 0,25
2,95 % bis 6.930 €, + 204,44 € über 6.930 €
2026
2,70 %
3,6 %
− 0,90
2,7 % bis 2.500 €, + 67,50 € über 2.500 €
2025
4,60 %
2,9 %
+ 1,70
4,6 % bis 6.060 €, + 278,76 € über 6.060 €
2024
9,70 %
7,8 %
+ 1,90
9,7 % bis 5.850 €, + 567,45 € über 5.850 €
2023
5,80 %
8,6 %
− 2,80
5,8 % bis 5.670 €, + 328,86 € über 5.670 €
2022
1,80 %
2,8 %
− 1,00
3,0 % bis 1.000 €, 3,0 % sinkend auf 1,8 % bis 1.300 €, 1,8 % über 1.300 €
2021
1,50 %
1,4 %
+ 0,10
3,5 % bis 1.000 €, 3,5 % sinkend auf 1,5 % bis 1.400 €, 1,5 % bis 2.333 €, + 35 € über 2.333 €
2020
3,03 %
1,5 %
+ 1,53
3,6 % bis 1.111 €, 3,6 % sinkend auf 1,8 % bis 2.500 €, 1,8 % bis 5.220 €, + 94 € über 5.220 €
2019
2,00 %
2,0 %
+ 0,00
2,6 % bis 1.115 €, 2,6 % sinkend auf 2,0 % bis 1.500 €, 2,0 % bis 3.402 €, + 68 € über 3.402 €
2018
2,20 %
2,1 %
+ 0,10
2,2 % bis 1.500 €, + 33 € bis 2.000 €, 1,6 % bis 3.355 €, 1,6 % sinkend auf 0 % bis 4.980 €, keine Erhöhung über 4.980 €
2017
0,80 %
0,9 %
− 0,10
0,8 %
2016
1,20 %
0,9 %
+ 0,30
1,2 %
2015
1,70 %
1,7 %
+ 0,00
1,7 %
2014
1,60 %
2,0 %
− 0,40
1,6 %
2013
1,80 %
2,4 %
− 0,60
1,8 %
2012
2,70 %
3,3 %
− 0,60
2,7 % bis 3.300 €, 2,7 % sinkend auf 1,5 % bis 5.940 €, 1,5 % über 5.940 €
2011
1,20 %
1,9 %
− 0,70
1,2 % bis 2.000 €, 1,2 % sinkend auf 0 % bis 2.310 €, keine Erhöhung über 2.310 €
2010
1,50 %
0,5 %
+ 1,00
1,5 % bis 2.466 €, + 36,99 € über 2.466 €
2009
3,40 %
3,2 %
+ 0,20
3,4 % bis 2.412 €, + 82,01 € über 2.412 €
2008
2,00 %
2,2 %
− 0,20
1,7 % bis 746,99 €, + 21 € bis 1.050 €, 2,0 % bis 1.700 €, 2,0 % sinkend auf 1,7 % bis 2.161,50 €, + 36,75 € über 2.161,50 €
2007
1,60 %
1,5 %
+ 0,10
1,6 % bis 1.920 €, + 30,72 € über 1.920 €
2006
2,50 %
2,3 %
+ 0,20
2,5 % bis 1.875 €, + 46,88 € über 1.875 €
2005
1,01 %
2,1 %
− 1,09
1,5 % bis 686,70 €, + 10,30 € über 686,70 €
2004
0,99 %
1,3 %
− 0,31
1,5 % bis 667,80 €, + 10,02 € über 667,80 €
2003
0,50 %
1,8 %
− 1,30
0,5 %

Erhöhung: was die mittlere Pension des Vorjahres (Statistik Austria) nach der Staffel des Jahres dazubekam; kleine Pensionen bekamen in vielen Jahren mehr, große weniger. Inflation: der Verbraucherpreisindex des Vorjahres, also der Teuerung, die die Erhöhung ausgleichen soll. Alle Staffeln unter Pensionsanpassung.

Pensionserhöhung 2027: wie viel netto bleibt

Am 1. Jänner 2027 steigen die Pensionen um 2,95 % bis 6.930 €, + 204,44 € über 6.930 €. Wer 2026 in Pension gegangen ist, bekommt 50 % davon. Die Erhöhung kommt mit der Jännerpension und steckt damit auch in der 13. und 14. Pension. Der Richtsatz der Ausgleichszulage steigt für Alleinstehende von 1.308,39 € auf 1.351,57 € (vorläufig).

Brutto 2026
Brutto 2027
Netto 2026
Netto 2027
Plus netto
1.000 €
1.029,50 €
940,00 €
967,73 €
+ 27,73 €
1.500 €
1.544,25 €
1.410,00 €
1.451,59 €
+ 41,59 €
2.000 €
2.059,00 €
1.801,78 €
1.850,36 €
+ 48,58 €
2.500 €
2.573,75 €
2.082,26 €
2.139,06 €
+ 56,80 €
3.000 €
3.088,50 €
2.382,92 €
2.450,42 €
+ 67,50 €
4.000 €
4.118,00 €
2.968,73 €
3.051,45 €
+ 82,72 €
5.000 €
5.147,50 €
3.532,73 €
3.632,09 €
+ 99,36 €
7.000 €
7.204,44 €
4.605,62 €
4.730,16 €
+ 124,54 €

Eine ASVG-Pension, alleinstehend, ohne Kinder. Netto 2026 und 2027 jeweils nach den Steuer- und Beitragsregeln des Jahres; die Steuerstufen 2027 sind an die Inflation angepasst, deshalb steigt das Netto teils stärker als das Brutto. Jede Pensionshöhe zeigt die Pension Brutto-Netto-Tabelle.

Durchschnittspension in Österreich

Median brutto pro Monat

2024 lag die mittlere Pension (Median) in Österreich bei 2.047 € brutto im Monat, netto bei 1.810 €. Der Durchschnitt war mit 2.321 € höher, weil wenige hohe Pensionen ihn nach oben ziehen. Frauen bekamen im Median 1.645 €, Männer 2.571 €, also 36 % weniger. Statistik Austria veröffentlicht ein Jahr etwa zwölf Monate nach seinem Ende.

Männer
Alle
Frauen

Pensionen je Jahr: Median, Durchschnitt, Frauen und Männer

Jahr
Median brutto
Median netto
Durchschnitt brutto
Frauen (Median)
Männer (Median)
2024
2.047 €
1.810 €
2.321 €
1.645 €
2.571 €
2023
1.844 €
1.637 €
2.104 €
1.481 €
2.326 €
2022
1.721 €
1.530 €
1.971 €
1.377 €
2.179 €
2021
1.664 €
1.478 €
1.913 €
1.331 €
2.112 €
2020
1.616 €
1.450 €
1.858 €
1.281 €
2.055 €
2019
1.553 €
1.373 €
1.803 €
1.224 €
1.995 €
2018
1.507 €
1.341 €
1.753 €
1.180 €
1.949 €
2017
1.466 €
1.311 €
1.715 €
1.144 €
1.905 €
2016
1.444 €
1.295 €
1.691 €
1.124 €
1.877 €
2015
1.417 €
1.239 €
1.661 €
1.098 €
1.845 €
2014
1.379 €
1.216 €
1.623 €
1.067 €
1.798 €
2013
1.339 €
1.189 €
1.581 €
1.033 €
1.752 €
2012
1.305 €
1.161 €
1.544 €
1.000 €
1.715 €
2011
1.263 €
1.134 €
1.497 €
963 €
1.665 €
2010
1.235 €
1.117 €
1.471 €
940 €
1.633 €
2009
1.208 €
1.102 €
1.438 €
917 €
1.598 €
2008
1.168 €
1.052 €
1.397 €
889 €
1.551 €
2007
1.123 €
1.025 €
1.350 €
847 €
1.498 €
2006
1.090 €
1.003 €
1.313 €
820 €
1.459 €
2005
1.042 €
974 €
1.259 €
782 €
1.409 €
2004
1.023 €
943 €
1.241 €
767 €
1.390 €
2003
1.016 €
924 €
1.233 €
760 €
1.396 €
2002
992 €
901 €
1.201 €
748 €
1.359 €

Jahreseinkommen der Pensionist:innen mit Wohnsitz in Österreich ÷ 14, also je Monat einschließlich 13. und 14. Pension. Je Person, mehrere Pensionen zusammengezählt, alle Pensionsarten, auch Hinterbliebenen- und Beamtenpensionen und Personen, die nur einen Teil des Jahres Pension bezogen. Median: die Hälfte bekommt weniger, die Hälfte mehr. Durchschnitt: das arithmetische Mittel, das hohe Pensionen nach oben ziehen. Netto: nach Krankenversicherung und Lohnsteuer, vor der Arbeitnehmerveranlagung.

Häufige Fragen

Die Pensionen steigen am 1. Jänner 2027 um 2,95 % bis 6.930 €, + 204,44 € über 6.930 €. Seit 2018 gilt die Staffel für das Gesamtpensionseinkommen, also alle gesetzlichen Pensionen einer Person zusammen. Die Staffeln jedes Jahres seit 2002 stehen unter Pensionsanpassung.
Nein, nur 50 % davon, egal in welchem Monat die Pension 2026 begonnen hat (§ 108h Abs 1a ASVG). Ab der zweiten Anpassung gilt die volle Erhöhung.
Bei der mittleren Pension von 2.199 € brutto (Prognose) steigt die Nettopension von 1.913,41 € auf 1.965,26 €, also um 51,85 € im Monat. Von der Erhöhung gehen Krankenversicherung und Lohnsteuer ab, dafür sind die Steuerstufen 2027 an die Inflation angepasst. Für die eigene Pension rechnet die Karte oben, jede Pensionshöhe zeigt die Pension Brutto-Netto-Tabelle.
Mit der Pension für Jänner. Pensionen werden im Nachhinein am Ersten des Folgemonats überwiesen (§ 104 Abs 2 ASVG), die erhöhte Jännerpension also Anfang Februar; fällt der Erste auf ein Wochenende oder einen Feiertag, kommt sie am Werktag davor. Die 13. und 14. Pension sind so hoch wie die April- bzw. Oktoberpension und enthalten die Erhöhung damit auch.
Über längere Zeit weitgehend. Eine mittlere Pension von 2002 ist bis 2027 brutto um 83,0 % gestiegen, die Preise um 87,9 % (Prognose). Die Kaufkraft der Nettopension hat sich damit um − 1,1 % verändert. Einzelne Jahre wichen deutlich ab: die Erhöhung folgt der Teuerung von August bis Juli davor und hinkt daher hinterher, und höhere Pensionen bekamen in vielen Jahren weniger als die Inflation. Die Tabelle oben zeigt jedes Jahr.
2024, im letzten veröffentlichten Jahr, lag die mittlere Pension bei 2.047 € brutto und 1.810 € netto im Monat, der Durchschnitt bei 2.321 € brutto. Frauen bekamen im Median 1.645 €, Männer 2.571 €. 2026 liegt der Median fortgeschrieben bei etwa 2.199 € brutto (Prognose).
Ja, Ruhebezüge der Bundesbeamten steigen zum selben Zeitpunkt und im selben Ausmaß wie ASVG-Pensionen (§ 41 Abs 2 Pensionsgesetz 1965). Die erste Erhöhung nach dem Ruhestand regelt das Pensionsgesetz eigens, seit 2026 ebenfalls mit der Hälfte. Vom Ruhebezug geht zusätzlich der Pensionssicherungsbeitrag ab. Für Landesbeamte gelten die Landesgesetze.
Ja, mit dem Richtsatz, bis zu dem sie eine niedrige Pension aufstockt: für Alleinstehende 1.351,57 € im Monat (vorläufig). Die Richtsätze jedes Jahres stehen unter Ausgleichszulage.

Weiterlesen und rechnen

Quellen: §§ 108, 108h ASVG und die Anpassungsbestimmungen je Jahr (RIS) mit den Kundmachungen im BGBl II; Pensionsversicherungsanstalt und Sozialministerium für die Pensionsanpassung 2027; Statistik Austria, Brutto- und Nettojahreseinkommen der Pensionist:innen 1997 bis 2024; Verbraucherpreisindex (Statistik Austria, Basis 2020 = 100, für Jahre ohne Jahreswert WIFO-Prognose); § 33 und § 67 EStG 1988 und § 73 ASVG für die Nettopension, gerechnet mit derselben Engine wie der Pensionsrechner.