Kaufkraftentwicklung deines Gehalts 2026

Dein Netto steigt, die Preise steigen auch: wie sich der reale Wert deines Gehalts in Österreich über die Jahre entwickelt hat. Die Steuerstufen wurden gesenkt und werden seit 2023 jährlich an die Inflation angepasst, die Preise sind im selben Zeitraum trotzdem stärker gestiegen. Diese Seite rechnet beides gegeneinander, mit demselben Regelwerk wie die Rechner und dem Verbraucherpreisindex der Statistik Austria.

Dein Gehalt

Fixer Fall: angestellt, Wien, keine Kinder, mit 13./14.

Brutto
€/Mo
Jahr
Netto2.832 €

pro Monat · 40.610 € im Jahr, mit 13. und 14.

Im Vergleich zu
Brutto
€/Mo
Jahr
Netto2.174 €

pro Monat · 31.199 € im Jahr, mit 13. und 14.

Gegenüber 2021

Brutto+973 €

+29,9 % pro Monat · +13.622 € im Jahr

Netto+658 €

+30,3 % pro Monat · +9.411 € (+30,2 %) im Jahr

Kaufkraft+34 €

+1,2 % pro Monat · +458 € (+1,1 %) im Jahr

Dein Brutto stieg um 5,4 % pro Jahr, die Preise um 5,2 %

Kaufkraft 2021 40.152 € Kaufkraftgewinn 458 €

Preisindex noch vorläufig

Brutto für gleiche Kaufkraft4.168 €/Mo

Du liegst 62 € darüber

Nominal und real

Netto pro Jahr
Netto (wie ausbezahlt)
Kaufkraft (in Euro von 2026)

Beide Linien zeigen dasselbe Netto, gemessen in zwei verschiedenen Währungen. Netto ist, was in dem Jahr tatsächlich am Konto war, in den Euro von damals. Kaufkraft rechnet genau dieselbe Zahl in Euro von 2026 um und sagt damit, was sie heute wert wäre. Im Jahr 2026 fallen beide zusammen, weil heutiges Geld nichts umzurechnen hat. Im Tooltip steht jede Linie als Prozent ihres eigenen Werts von 2021: dort starten beide bei 100 %, und wie weit sie bis 2026 auseinanderlaufen, ist der ganze Punkt der Seite. Die waagrechte Linie markiert das Kaufkraft-Niveau von 2021.

Jahr für Jahr

Jahr
Netto/Jahr
Real (Euro von 2026)
Kaufkraft
VPI
2027 (Prognose)
40.816 €
39.861 €
99,28 %
135,5
2026 (vorläufig)
40.610 €
40.610 €
101,14 %
132,3
2025
38.924 €
40.169 €
100,04 %
128,2
2024
37.065 €
39.610 €
98,65 %
123,8
2023
34.889 €
38.369 €
95,56 %
120,3
2022
32.792 €
38.875 €
96,82 %
111,6
2021
31.199 €
40.152 €
100,00 %
102,8
2020
31.224 €
41.309 €
102,88 %
100,0
2019
30.874 €
41.426 €
103,17 %
98,6
2018
30.874 €
42.066 €
104,77 %
97,1
2017
30.874 €
42.905 €
106,86 %
95,2
2016
30.874 €
43.779 €
109,03 %
93,3
2015
29.420 €
42.125 €
104,91 %
92,4
2014
29.420 €
42.492 €
105,83 %
91,6
2013
29.420 €
43.200 €
107,59 %
90,1
2012
29.420 €
44.080 €
109,79 %
88,3
2011
29.420 €
45.154 €
112,46 %
86,2
2010
29.420 €
46.614 €
116,10 %
83,5
2009
29.420 €
47.525 €
118,36 %
81,9
2008
28.754 €
46.620 €
116,11 %
81,6
2007
28.774 €
48.187 €
120,01 %
79,0
2006
28.774 €
49.183 €
122,49 %
77,4
2005
28.774 €
49.958 €
124,42 %
76,2
2004
28.302 €
50.192 €
125,01 %
74,6
2003
28.380 €
51.434 €
128,10 %
73,0
2002
28.380 €
52.076 €
129,70 %
72,1

Angestellt, Wien, keine Kinder, 13. und 14. Gehalt vereinbart, keine Pendlerpauschale und kein Sachbezug. Netto jeweils pro Jahr. Gleiche Netto-Werte in aufeinanderfolgenden Jahren sind kein Fehler, und bei hohen Gehältern kann das Netto von einem Jahr aufs nächste sogar sinken: warum, steht im Abschnitt darunter. Die Real-Spalte rechnet JEDES Jahr in Euro von 2026 um: nur mit einer gemeinsamen Währung sind die Zeilen untereinander vergleichbar, und heutiges Geld ist die einzige, für die man ein Gefühl hat. Ein hoher Wert bei einem weit zurückliegenden Jahr heißt also nicht, dass damals mehr am Konto war, sondern dass das Netto von damals heute so viel wert wäre. Die Kaufkraft-Spalte misst jede Zeile am Vergleichsjahr, das deshalb immer 100 % ist. Der VPI daneben ist der nationale Verbraucherpreisindex auf Basis 2020 = 100, also der Preisstand selbst: er steigt, während die Kaufkraft sinkt. Ab 2026 ist der Preisindex noch nicht endgültig und in der Tabelle gekennzeichnet: für ein laufendes Jahr liegen erst Monatswerte vor (vorläufig), für ein künftiges gar keine (Prognose). Die Steuerregeln stehen in beiden Fällen fest.

Warum das so ist

Dein Brutto wächst in dieser Rechnung mit, von 3.257 € auf 4.230 € im Monat, und steht als eigene Zeile zwischen den Regeln. Was sich zwischen 2021 und 2026 am Netto bewegt hat, aufgeschlüsselt für genau dieses Gehalt: jede Zeile ist der Betrag, den diese eine Änderung gebracht oder gekostet hat, gerechnet mit demselben Rechner wie oben. Die Zeilen ergeben zusammen die nominelle Veränderung, und erst die Preise entscheiden, was davon an Kaufkraft übrig bleibt.

Deine Gehaltsentwicklung+7.413 €

Was dein Brutto in diesem Zeitraum tatsächlich dazugewonnen hat. Der Betrag hier ist kleiner als die Erhöhung selbst, weil von jedem zusätzlichen Euro Sozialversicherung und Steuer weggehen.

Tarifstufen (§ 33 EStG)+2.001 €

Die Stufen wurden gesenkt und werden seit 2023 jährlich an die Inflation angepasst. Davor rutschte jede Gehaltserhöhung anteilig in eine höhere Stufe, was als kalte Progression bekannt ist.

Absetzbeträge+96 €

Verkehrsabsetzbetrag und Zuschlag, seit 2023 ebenfalls indexiert. Sie wirken als fixer Betrag, also bei kleinen Einkommen anteilig am stärksten.

13. und 14. Gehalt (§ 67)0 €

Der begünstigte Satz für das 13. und 14. Gehalt, sein Freibetrag und die Freigrenze. Der Freibetrag von 620 € steht seit 2002 still, die Freigrenze wird seit 2024 jährlich angehoben. Sie greift aber nur bei kleinen Sonderzahlungen, deshalb steht bei einem üblichen 13. und 14. Gehalt hier eine Null. Dass deine Sonderzahlungen mit einer Gehaltserhöhung mitwachsen, zählt nicht in diese Zeile, sondern in die Zeile zu deiner Gehaltsentwicklung: hier stehen nur die Regeln.

SV- und WBF-Sätze+17 €

Die Abzüge vom Brutto vor der Steuer. Bei niedrigen Einkommen wirken die AlV-Reduktionsbänder hier als Entlastung, in Wien seit 2026 gegengerechnet mit der auf 0,75 % erhöhten Wohnbauförderung.

Höchstbeitragsgrundlage0 €

Die Grenze, bis zu der Sozialversicherung anfällt, steigt jedes Jahr mit der Aufwertungszahl. Wer darüber verdient, versichert damit jedes Jahr mehr Einkommen, und das frisst die Tarifsenkung wieder auf. Unter der Grenze ändert sie gar nichts.

Netto nominal+9.527 €
Preisentwicklung 2021 bis 2026−8.985 €
Kaufkraft+542 €

Häufige Fragen

Dein Netto von 2021 waren 31.199 € im Jahr. In Euro von 2026 gerechnet entspricht das 40.152 € — so viel hättest du heute brauchen, um dir davon dasselbe leisten zu können. Tatsächlich stehen 40.610 € auf dem Konto, also 458 € mehr Kaufkraft als damals.
Weil zwei Dinge gleichzeitig passieren. Dein Netto ist von 31.199 € auf 40.610 € gestiegen, das sind mehr Euro. Die Preise sind im selben Zeitraum aber um 28,7 % gestiegen. Entscheidend ist nicht, welche der beiden Zahlen größer wurde, sondern welche schneller: hier war es dein Gehalt, deshalb kaufst du am Ende mehr als vorher.
Um in 2026 dieselbe Kaufkraft zu haben wie in 2021, bräuchtest du 4.168 € brutto im Monat. Dein aktuelles Brutto liegt bereits 62 € darüber. Diese Zahl ist NICHT einfach dein altes Brutto mal die Teuerung. Steuer und Sozialversicherung wachsen nicht proportional mit: ein Teil jeder Erhöhung geht an sie, gleichzeitig sind die Tarifstufen seit 2023 an die Inflation angepasst und mehrere Absetzbeträge sind feste Beträge. Je nach Einkommen liegt der nötige Betrag deshalb über oder unter der reinen Teuerung.
Der Nominallohn ist die Zahl auf dem Konto, in dem Geld des jeweiligen Jahres. Der Reallohn ist dieselbe Zahl, umgerechnet in das Geld eines einzigen Jahres, damit man zwei Jahre überhaupt vergleichen kann. Genau diese Umrechnung ist die Kaufkraftentwicklung: steigt der Nominallohn langsamer als die Preise, sinkt der Reallohn, und das ist der Kaufkraftverlust. Ohne die Umrechnung vergleicht man zwei verschiedene Währungen, die nur zufällig beide Euro heißen: 1.000 Euro von 2020 und 1.000 Euro von heute sind nicht dasselbe, weil man sich davon unterschiedlich viel kaufen kann.
Für jedes Jahr wird das Netto mit den echten Steuer- und Sozialversicherungsregeln dieses Jahres berechnet, mit derselben Engine wie der Brutto-Netto-Rechner. Dieses Netto wird dann mit dem Verbraucherpreisindex (VPI) der Statistik Austria in Euro von 2026 umgerechnet: Netto × VPI(2026) ÷ VPI(des Jahres). Es wird nichts geschätzt und nichts modelliert — beide Bestandteile sind veröffentlichte Werte.
Die Steuerregeln für 2026 stehen fest, der Preisindex nicht: für ein laufendes Jahr liegen erst Monatswerte vor, für ein künftiges gar keine. Der VPI für 2026 ist deshalb vorläufig und in der Tabelle gekennzeichnet. Für eine Zahl, die vollständig auf gemessenen Werten beruht, wähle als aktuelles Jahr 2025.

Weiterrechnen

Diese Seite rechnet mit einem einzigen Gehaltsverlauf und einem bewusst einfachen Fall, um den Effekt der Regeln und der Preise sichtbar zu halten. Für dein tatsächliches Netto unter Berücksichtigung aller Optionen wie Kinderabsetzbeträge, Pendlerpauschale oder Sonderzahlungen: Brutto-Netto-Rechner

Quellen: Verbraucherpreisindex (Statistik Austria, Basis 2020 = 100) für die Preise, Jährliche Personeneinkommen (Statistik Austria) für den Median, §§ 33 und 67 EStG 1988 (RIS) sowie das ASVG-Beitragsrecht des jeweiligen Jahres für die Netto-Berechnung, gerechnet mit derselben Engine wie der Brutto-Netto-Rechner. Für Jahre ohne veröffentlichten Index: Tariflohnindex (Statistik Austria) und WIFO-Prognose. Die Steuerregeln stehen für jedes gezeigte Jahr fest, der Preisindex nicht. Welche Jahre vorläufig oder Prognose sind, ist in der Tabelle gekennzeichnet.