Basispauschalierung 2026
Definition
Die Basispauschalierung (§ 17 Abs 1 EStG) erlaubt es Selbstständigen und Gewerbetreibenden, ihre Betriebsausgaben mit einem Prozentsatz des Umsatzes anzusetzen, statt jeden Beleg zu sammeln. 2026 beträgt der allgemeine Satz 15,00 % des Nettoumsatzes, höchstens 63.000 €; für bestimmte Tätigkeiten gilt ein reduzierter Satz von 6,00 %, höchstens 25.200 €. Voraussetzung ist ein Vorjahresumsatz von höchstens 420.000 €.
Sätze und Grenzen nach Jahr
Basispauschalierung
2024
2025
2026
2027
Allgemeiner Satz
12,00 %
13,50 %
15,00 %
15,00 %
Allgemein höchstens
26.400 €
43.200 €
63.000 €
63.000 €
Reduzierter Satz
6,00 %
6,00 %
6,00 %
6,00 %
Reduziert höchstens
13.200 €
19.200 €
25.200 €
25.200 €
Vorjahresumsatz höchstens
220.000 €
320.000 €
420.000 €
420.000 €
Die Sätze wurden zuletzt angehoben: 2025 lag der allgemeine Satz bei 13,50 % (Umsatzgrenze 320.000 €), ab 2026 sind es 15,00 % bei einer Grenze von 420.000 €.
Die Regeln
- Reduzierter Satz: für kaufmännische oder technische Beratung, wesentlich beteiligte Gesellschafter-Geschäftsführer sowie schriftstellerische, vortragende, wissenschaftliche, unterrichtende und erzieherische Tätigkeiten.
- Voraussetzungen: Vorjahresumsatz höchstens 420.000 €, keine Buchführungspflicht (etwa bei einer GmbH) und auch freiwillig keine doppelte Buchhaltung. Aus der Steuererklärung muss hervorgehen, dass pauschaliert wird.
- Zusätzlich abziehbar: Wareneingang, Löhne und Lohnnebenkosten, Fremdlöhne, die eigenen SVS-Pflichtbeiträge, durchlaufende Reisekosten, das Arbeitsplatzpauschale (bis einschließlich 2026; entfällt mit BGBl. I Nr. 62/2026), anteilige Öffi-Tickets und der Grundfreibetrag des Gewinnfreibetrags. Der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag steht dagegen nicht zu.
- Bindung beim Wechsel: Wer zur Gewinnermittlung mit tatsächlichen Ausgaben wechselt, darf frühestens nach fünf Wirtschaftsjahren zurück (§ 17 Abs 3). Ein Vergleich am Jahresende lohnt sich deshalb.
Siehe auch
- Kleinunternehmerpauschalierung, die zweite Pauschalierung, mit höherem Satz für kleine Umsätze.
- Gewinnfreibetrag, neben der Pauschale nur der Grundfreibetrag.
- Investitionsfreibetrag, steht bei Pauschalierung nicht zu.
- •§ 17 Abs 1 bis 3 EStG 1988 (RIS)
- •§ 17 Abs 1 EStG idF BGBl. I Nr. 25/2025 (ab 1.1.2026)
- •BGBl. I Nr. 62/2026 (ab 30.7.2026)