Gewinnfreibetrag 2026
Definition
Der Gewinnfreibetrag (§ 10 EStG) senkt den steuerpflichtigen Gewinn von natürlichen Personen mit betrieblichen Einkünften, also von Selbstständigen, EPU und Gewerbetreibenden. Er hat zwei Teile: Der Grundfreibetrag steht ohne Investition zu, 2026 15,00 % des Gewinns bis 33.000 €, also höchstens 4.950 €. Darüber gibt es den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag, gestaffelt mit 13,00 %, 7,00 % und 4,50 %, insgesamt bis 46.400 € im Jahr.
Sätze und Grenzen nach Jahr
Die Bandgrenzen sind kumulierte Gewinne, ab dem Ende des Grundfreibetrags gezählt. 2027: Stand heute, Änderungen bis Jahresbeginn möglich.
Die Regeln
- Grundfreibetrag: Steht automatisch zu, ohne Investition. Der SVS- und Steuer-Rechner berücksichtigt ihn immer.
- Investitionsbedingter Teil: Nur so weit, wie im selben Jahr tatsächlich in begünstigte Wirtschaftsgüter oder Wertpapiere investiert wird. Der Rechner setzt ihn deshalb nicht automatisch an.
- Bei Pauschalierung: Wer den Gewinn pauschal ermittelt, bekommt nur den Grundfreibetrag, keinen investitionsbedingten Teil.
Beispiel: Gewinn 60.000 € (2026)
Ein runder Gewinn über der Grenze von 33.000 €, damit beide Teile greifen. Der investitionsbedingte Teil steht nur zu, wenn im selben Jahr mindestens so viel in begünstigte Wirtschaftsgüter oder Wertpapiere investiert wird.
Siehe auch
- Investitionsfreibetrag, die Alternative je Wirtschaftsgut, nicht beides zugleich.
- Basispauschalierung, pauschale Betriebsausgaben, dann nur mit dem Grundfreibetrag.
- Kleinunternehmerpauschalierung, die zweite Pauschalierung, ebenfalls nur mit dem Grundfreibetrag.
- •§ 10 EStG 1988 (RIS)