Kleinunternehmerpauschalierung 2026

Die Einkommensteuer-Pauschale nach § 17 Abs 3a EStG, abgegrenzt zur Kleinunternehmerregelung, Stand 2026.

Definition

Die Kleinunternehmerpauschalierung (§ 17 Abs 3a EStG) ist eine eigene Gewinnermittlung für kleine Betriebe mit Einkünften aus Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit: Die Betriebsausgaben werden mit einem festen Prozentsatz der Betriebseinnahmen angesetzt. 2026 sind das 45,00 %, höchstens 24.750 €, für Dienstleistungsbetriebe 20,00 %, höchstens 11.000 €, bis zu einem Umsatz von 55.000 €.

Sätze und Grenzen nach Jahr

Kleinunternehmerpauschalierung
2024
2025
2026
2027
Pauschale, Satz
45,00 %
45,00 %
45,00 %
45,00 %
Pauschale, höchstens
18.900 €
24.750 €
24.750 €
24.750 €
Dienstleistungsbetrieb, Satz
20,00 %
20,00 %
20,00 %
20,00 %
Dienstleistungsbetrieb, höchstens
8.400 €
11.000 €
11.000 €
11.000 €
Umsatzgrenze
40.000 €
55.000 €
55.000 €
55.000 €

Die Pauschalierung gibt es seit der Veranlagung 2020. Bis 2024 lag die Umsatzgrenze bei 40.000 €, seit 2025 bei 55.000 €.

Nicht dasselbe wie die Kleinunternehmerregelung

Die gleichnamige Kleinunternehmerregelung betrifft die Umsatzsteuer, diese Pauschalierung die Einkommensteuer. Seit 2025 hängen sie zusammen: die Pauschalierung setzt voraus, dass die Voraussetzungen der umsatzsteuerlichen Befreiung vorliegen. Nutzen kann man sie trotzdem unabhängig voneinander.

Die Regeln

  • Dienstleistungsbetrieb: Welche Betriebe dazu zählen, regelt die Dienstleistungsbetriebe-Verordnung nach Branchen; bei Mischbetrieben entscheidet die Tätigkeit mit den höheren Betriebseinnahmen.
  • Umsatzgrenze: 55.000 € (Bruttogrenze). Ein Überschreiten um bis zu 10,00 % im selben Kalenderjahr ist unschädlich; darüber fällt die Pauschalierung für dieses Jahr weg, und im Folgejahr steht sie ebenfalls nicht zur Verfügung.
  • Mehrere Betriebe: Es zählt die Summe ihrer Umsätze. Liegt sie über der Grenze, ist die Pauschalierung für keinen der Betriebe anwendbar; bleibt sie darunter, entscheidest du für jeden Betrieb einzeln. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zählen nicht mit.
  • Zusätzlich abziehbar: nur die SVS-Pflichtbeiträge, anteilige Öffi-Tickets und durchlaufende Reisekosten; außerdem mindert der Grundfreibetrag des Gewinnfreibetrags den Gewinn.
  • Bindung beim Wechsel: Wer freiwillig zu einer anderen Gewinnermittlung wechselt, darf frühestens nach drei Wirtschaftsjahren zurück (§ 17 Abs 3a Z 9).

Siehe auch

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  • § 17 Abs 3a EStG 1988 (RIS)
  • Dienstleistungsbetriebe-Verordnung BGBl. II Nr. 615/2020 (ab Veranlagung 2020)