Steuerkeil
Definition
Der Steuerkeil (engl. tax wedge) misst, welcher Anteil der gesamten Arbeitskosten (Brutto plus alle DG-Abgaben wie DG-SV, KommSt, DB, DZ, BV/MVK) nicht beim Arbeitnehmer als Netto ankommt. Formel: (Lohnkosten − Netto) ÷ Lohnkosten. Die OECD vergleicht ihn jährlich im Bericht Taxing Wages: Für Single-Verdiener ohne Kinder beim Durchschnittslohn lag Österreich laut Taxing Wages 2026 (Daten 2025) bei 47,10 %, Platz 4 nach Belgien, Deutschland und Frankreich (OECD-Schnitt 35,10 %).
Beispiel: Brutto 4.230 €/Monat (Wien, 2026)
Das mittlere Vollzeitgehalt 2026 (Prognose), angestellt, ohne Kinder, mit 13. und 14. Gehalt, gerechnet wie im Brutto-Netto-Rechner.
Die OECD rechnet mit dem Durchschnittslohn, nicht mit dem Median, und mit Daten eines früheren Jahres; ihr Wert (47,10 %) ist deshalb nicht direkt vergleichbar.
Siehe auch
- Gesamte Lohnkosten, woraus sich die Arbeitskosten zusammensetzen.
- Einkommensteuertarif (§ 33), warum der Keil mit dem Einkommen wächst.
- Höchstbeitragsgrundlage (HBG), ab der die SV nicht mehr mitwächst.
Selbst nachrechnen
- •OECD, Taxing Wages 2026
- •§ 33 EStG 1988
- •§§ 51, 53 ASVG (RIS)
Eigene Berechnung mit dem Brutto-Netto-Rechner.