Steuerkeil

OECD-Standardkennzahl für die gesamte Steuer- und Abgabenbelastung im Lohnverhältnis.

Definition

Der Steuerkeil (engl. tax wedge) misst, welcher Anteil der gesamten Arbeitskosten (Brutto + alle DG-Abgaben wie DG-SV, KommSt, DB, DZ, BV/MVK) nicht beim Arbeitnehmer als Netto ankommt. Die OECD publiziert ihn jährlich im Bericht Taxing Wages als Vergleichsmaß über alle Mitgliedsländer. Formel: (Lohnkosten − Netto) ÷ Lohnkosten. Österreich liegt seit Jahren stabil im oberen Drittel, Single-Verdiener ohne Kinder typisch bei ~47 %, was 2024 Platz drei nach Belgien und Deutschland bedeutete.

Beispiel: Brutto € 6 980 / Monat (Wien, 2026)

Lohnkosten DG / Jahr€ 127 023
− Netto / Jahr€ 61 152
= Steuerkeil (€)€ 65 871
= Steuerkeil (%)51,9 %

Über dem OECD-Durchschnitt (~35 %) und auch über dem AT-Single-Schnitt (~47 %), getrieben vom hohen Brutto: die Progression der §33-Tarifstufen schiebt das Verhältnis nach oben, sobald das Einkommen die 40-%-Grenze (€ 36 458) überschreitet.

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