Überstunden- und Zuschlagsbegünstigung 2026 (§ 68)

Steuerfreie Überstunden-, SFN- und SEG-Zuschläge, und warum steuerfrei nicht SV-frei bedeutet, Stand 2026.

Definition

§ 68 EStG stellt bestimmte Zuschläge lohnsteuerfrei, in zwei getrennten Töpfen. Abs 2 gilt für normale Überstundenzuschläge: 2026 die ersten 15 Überstunden im Monat, bis 50,00 % des Grundlohns, höchstens 170 €/Monat. Abs 1 deckt Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit (SFN), damit zusammenhängende Überstundenzuschläge, Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulagen (SEG) sowie das Feiertagsarbeitsentgelt in einem gemeinsamen Topf von 400 €/Monat (bei überwiegender Nachtarbeit 600 €/Monat).

Freibeträge nach Jahr

Freibetrag
2024
2025
2026
2027
Abs 2: begünstigte Überstunden je Monat
18
18
15
10
Abs 2: höchstens Anteil am Grundlohn
50,00 %
50,00 %
50,00 %
50,00 %
Abs 2: Höchstbetrag je Monat
200 €
200 €
170 €
120 €
Abs 1: gemeinsamer Topf je Monat
400 €
400 €
400 €
400 €
Abs 1 bei überwiegender Nachtarbeit (Abs 6)
600 €
600 €
600 €
600 €

Steuerfrei ist nicht SV-frei

Die Steuerfreiheit nach § 68 sagt nichts über die Sozialversicherung. Diese Unterscheidung ist der häufigste Irrtum:

Zuschlag
Lohnsteuer
Sozialversicherung
Überstundenzuschlag (Abs 2)
frei bis zum Abs-2-Höchstbetrag
voll pflichtig
SFN-Zuschlag (Abs 1)
frei im Abs-1-Topf
voll pflichtig
Schmutzzulage (Abs 1)
frei im Abs-1-Topf
frei, soweit steuerfrei
Erschwernis- und Gefahrenzulage (Abs 1)
frei im Abs-1-Topf
voll pflichtig

Für die SV folgt nur die Schmutzzulage der Steuerfreiheit (§ 49 Abs 3 Z 2 ASVG); Erschwernis- und Gefahrenzulagen, SFN-Zuschläge und alle Überstundenzuschläge sind voll beitragspflichtig. Kommunalsteuer und Dienstgeberbeitrag fallen ohnehin auf alle § 68-Beträge an.

Siehe auch

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  • § 68 EStG idF BGBl. I Nr. 43/2026 (ab 1.7.2026)
  • Bezugszeiträume · § 124b Z 440, 492 und 494 EStG
  • § 49 Abs 3 Z 2 ASVG (RIS)