Angestellter
Definition
Der Angestellte steht in einem echten Dienstverhältnis (§ 4 Abs 2 ASVG): in persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit, mit fester Arbeitszeit und Weisungsbindung, meist mit kaufmännischer oder höherer, nicht kaufmännischer Tätigkeit (§ 1 AngG). Er ist voll nach dem ASVG pflichtversichert (Kranken-, Pensions-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung); sein Anteil für Kranken-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung beträgt 2026 17,07 %, dazu kommen Arbeiterkammerumlage und Wohnbauförderung. Urlaub und Entgeltfortzahlung im Krankenstand stehen im Gesetz, das 13. und 14. Gehalt meist im Kollektivvertrag.
Abgaben und Kosten
- Vom Brutto: gehen die Dienstnehmer-Sozialversicherung und die Lohnsteuer ab; 13. und 14. Gehalt sind bei der Lohnsteuer begünstigt (§ 67 EStG).
- Beim Dienstgeber: kommen die Lohnnebenkosten dazu: Dienstgeber-Sozialversicherung 20,48 % samt Unfallversicherung, Kommunalsteuer, Dienstgeberbeitrag samt Zuschlag, betriebliche Vorsorge und Wohnbauförderung, beim mittleren Vollzeitgehalt 2026 rund 29,70 % über dem Brutto (Beispiel unten).
- Arbeiter: zahlen dieselben Sozialversicherungssätze. Unterschiede bestehen vor allem im Arbeitsrecht (Kollektivverträge), nicht bei den Abgaben.
Beispiel: Brutto 4.230 €/Monat (Wien, 2026)
Brutto ist das mittlere Vollzeitgehalt 2026 (Prognose), 14-mal im Jahr, ohne Kinder und ohne Pendlerpauschale. Die Jahresspalte enthält das 13. und 14. Gehalt.
Siehe auch
- Arbeiter, dieselben Abgaben, anderes Arbeitsrecht.
- Lohnkosten, was der Dienstgeber über das Brutto hinaus zahlt.
- Dienstvertrag, freier Dienstvertrag oder Werkvertrag, die drei Vertragsarten im Vergleich.
- •§ 4 Abs 2 und § 51 ASVG
- •§ 1 Angestelltengesetz
- •§ 67 EStG 1988 (RIS)