Negativsteuer 2026 (SV-Rückerstattung)
Definition
Die Negativsteuer (auch SV-Rückerstattung, § 33 Abs 8 EStG) ist eine Gutschrift für Wenigverdiener, die so wenig verdienen, dass keine Lohn- bzw. Einkommensteuer anfällt. Ergibt sich rechnerisch eine Einkommensteuer unter null, werden 55,00 % der Sozialversicherungsbeiträge gutgeschrieben, 2026 höchstens 496 € im Jahr. Das läuft über die Arbeitnehmerveranlagung und steht nicht am Lohnzettel, im monatlichen Netto ist es daher nicht enthalten.
Sätze und Höchstbeträge nach Jahr
Die Höchstbeträge unterliegen der jährlichen Inflationsanpassung (§ 33 Abs 1a EStG).
Wie es funktioniert
- Arbeitnehmer: 55,00 % der SV-Beiträge, höchstens 496 € im Jahr, mit Pendlerpauschale höchstens 750 €.
- Pensionisten: 80,00 % der SV-Beiträge, höchstens 723 € im Jahr.
- Zuschlag zum Verkehrsabsetzbetrag: Bei niedrigem Einkommen erhöht sich der Verkehrsabsetzbetrag (einschleifend), und damit auch der maximale Erstattungsbetrag.
Warum es nicht im Netto steht
Der Rechner bildet den Lohnzettel ab, also das, was der Dienstgeber monatlich abrechnet und auszahlt. Die Negativsteuer entsteht erst bei der Veranlagung nach Jahresende und wird vom Finanzamt gutgeschrieben. Das monatliche Netto ist deshalb korrekt, die Erstattung kommt zusätzlich über die Steuererklärung, die du dafür einreichen musst.
Siehe auch
- Einkommensteuertarif (§ 33 EStG), warum unter der ersten Tarifstufe keine Lohnsteuer anfällt.
- Pendlerpauschale und Pendlereuro, erhöht bei Wenigverdienern den maximalen Erstattungsbetrag.
- •§ 33 Abs 1a und Abs 8 EStG 1988 (RIS)
- •§ 33a EStG (Inflationsanpassung)
- •Inflationsanpassungsverordnungen BGBl. II Nr. 251/2023 (ab 1.1.2024), BGBl. I Nr. 153/2023 (PrAG 2024) (ab 1.1.2024), BGBl. II Nr. 232/2024 (ab 1.1.2025), BGBl. I Nr. 144/2024 (PrAG 2025) (ab 1.1.2025), BGBl. II Nr. 191/2025 (ab 1.1.2026), BGBl. II Nr. 260/2026 (ab 1.1.2027)