Wohnbauförderungsbeitrag (DN-Sicht)
Definition
Der Wohnbauförderungsbeitrag (WBF) ist ein Beitrag, den Dienstnehmer und Dienstgeber je zur Hälfte tragen und der die Wohnbauförderung des Bundeslandes finanziert (§ 2 Wohnbauförderungsbeitragsgesetz 2018). Er wird vom laufenden Entgelt bis zur Höchstbeitragsgrundlage berechnet, nicht von Sonderzahlungen, und richtet sich nach dem Beschäftigungsort. 2026 beträgt dein Anteil 0,50 % in acht Bundesländern und 0,75 % in Wien (gesamt 1,00 % und 1,50 %).
DN-Anteil nach Bundesland und Jahr
DN-Anteil, also was vom Brutto abgezogen wird; die DG-Seite zahlt gleich viel, siehe die Dienstgeber-Seite. Bis Ende 2025 lagen alle neun Bundesländer bei 0,50 %. LGBl. Wien Nr. 73/2025 hob Wien zum 1.1.2026 als einziges Land auf 0,75 % an (gesamt 1,50 %).
Beispiel: Brutto 4.230 €/Monat (Wien, 2026)
Beim mittleren Vollzeitgehalt 2026 (Prognose) ziehst du in Wien 4.230 € × 0,75 % = 31,73 €/Monat ab, in jedem anderen Bundesland 4.230 € × 0,50 % = 21,15 €/Monat. Aufs Jahr (12 laufende Bezüge, Sonderzahlungen sind WBF-frei) sind das 380,70 € in Wien und 253,80 € in den übrigen Ländern. Dein Netto sinkt um weniger als diesen Betrag, weil der WBF-Beitrag die Lohnsteuer-Bemessungsgrundlage mindert: in Wien um 19,04 €/Monat (228,48 € im Jahr).
Siehe auch
- Wohnbauförderungsbeitrag (Dienstgeber), die andere Hälfte, als Teil der Lohnnebenkosten.
- SV-Beitragssätze, alle Abzüge vom Brutto im Überblick.
- Sonderbezüge (13. und 14. Gehalt), auf die kein WBF anfällt.
Selbst nachrechnen
- •§ 2 Wohnbauförderungsbeitragsgesetz 2018 (RIS)
- •LGBl. Wien Nr. 73/2025 (ab 1.1.2026)