Wohnbauförderungsbeitrag (DG-Sicht)
Definition
Der Wohnbauförderungsbeitrag nach dem Wohnbauförderungsbeitragsgesetz 2018 ist eine Landesabgabe, die je zur Hälfte Dienstnehmer und Dienstgeber tragen. Für den Dienstgeber gehört er zu den Lohnnebenkosten. Er fällt nur auf das laufende Entgelt bis zur Höchstbeitragsgrundlage an, nicht auf Sonderzahlungen. 2026 beträgt der Dienstgeberanteil in Wien 0,75 %, in den übrigen Ländern 0,50 %.
Dienstgeberanteil nach Bundesland und Jahr
Der Dienstgeberanteil richtet sich nach dem Bundesland des Beschäftigungsorts. Wien hat den Anteil zum 1.1.2026 von 0,50 % auf 0,75 % angehoben (LGBl. Wien Nr. 73/2025). 2027: Vorschau nach derzeitigem Stand.
Im Vergleich mit den anderen Lohnnebenkosten (2026)
Neben dem DZ hängt nur der Wohnbauförderungsbeitrag vom Bundesland ab, und nur er fällt allein auf laufende Bezüge bis zur Höchstbeitragsgrundlage an.
Beispiel: Brutto 4.230 €/Monat (Wien, 2026)
Das mittlere Vollzeitgehalt 2026 (Prognose): in Wien 4.230 € × 0,75 % = 31,73 € im Monat, 380,76 € im Jahr (nur die zwölf laufenden Gehälter). In einem Land mit 0,50 % wären es 21,15 € im Monat; ein Wiener Dienstgeber zahlt damit 126,96 € im Jahr mehr je Mitarbeiter.
Siehe auch
- Wohnbauförderung (Dienstnehmer), die andere Hälfte, die vom Brutto abgezogen wird.
- Gesamte Lohnkosten, alle Dienstgeberabgaben zusammen, beim mittleren Vollzeitgehalt in Wien rund 29,70 % (Prognose).
Selbst nachrechnen
- •Wohnbauförderungsbeitragsgesetz 2018 (RIS)
- •LGBl. Wien Nr. 73/2025 (ab 1.1.2026)