Betriebliche Vorsorge (BV / MVK)
Definition
Die Betriebliche Vorsorge (BV), oft noch Mitarbeitervorsorgekasse (MVK) genannt, ist die „Abfertigung Neu“. Der Dienstgeber zahlt nach § 6 Abs 1 BMSVG 1,53 % des Entgelts samt Sonderzahlungen an eine BV-Kasse, ohne Höchstbeitragsgrundlage. Die Kasse veranlagt das Geld; bei Ende des Dienstverhältnisses kannst du es dir unter bestimmten Voraussetzungen auszahlen lassen oder weiter veranlagen. Der erste Monat ist beitragsfrei, außer bei einem neuen Dienstverhältnis beim selben Dienstgeber innerhalb von zwölf Monaten.
BV-Satz nach Jahr
Gilt für das laufende Entgelt und die Sonderzahlungen, ab dem zweiten Monat. Der Satz ist seit Einführung der Abfertigung Neu 2003 unverändert. 2027: Vorschau nach derzeitigem Stand.
Beispiel: Brutto 4.230 €/Monat (Wien, 2026)
Das mittlere Vollzeitgehalt 2026 (Prognose): 4.230 € × 1,53 % = 64,72 € im Monat. Dasselbe fällt auf das 13. und 14. Gehalt an, im Jahr also 14 × 64,72 € = 906,08 €, die der Dienstgeber an die BV-Kasse überweist.
Siehe auch
- Gesamte Lohnkosten, alle Dienstgeberabgaben zusammen, die BV ist eine davon.
- Kommunalsteuer, ebenfalls auf Gehalt und Sonderzahlungen, ohne Höchstbeitragsgrundlage.
Selbst nachrechnen
- •§ 6 BMSVG (RIS)
- •§ 7 BMSVG (Beitragspflicht)