Behindertenfreibetrag (§ 35 EStG)
Definition
Der Behindertenfreibetrag nach § 35 Abs 3 EStG ist ein pauschaler Jahresbetrag für Personen mit einem anerkannten Grad der Behinderung ab 25 %. Er ist in 8 Stufen gestaffelt, 2026 von 124 € bis 1.198 € im Jahr. Als Freibetrag senkt er die Bemessungsgrundlage, nicht direkt die Steuer: was er bringt, hängt von deinem Grenzsteuersatz ab.
Freibetrag nach Grad der Behinderung und Jahr
Jahresbeträge. Unter 25 % gibt es keinen Freibetrag. Nachgewiesene Mehraufwendungen, etwa für Hilfsmittel, sind zusätzlich absetzbar. 2027: Vorschau nach derzeitigem Stand.
Beispiel: Brutto 4.230 €/Monat (Wien, 2026)
Das mittlere Vollzeitgehalt 2026 (Prognose), Grad der Behinderung 50 %. Der Freibetrag senkt das steuerpflichtige Einkommen; bei einem Grenzsteuersatz von 40,00 % bleibt rund dieser Anteil davon als weniger Steuer. Den Freibetrag kann der Arbeitgeber laufend berücksichtigen, sonst kommt er über die Arbeitnehmerveranlagung.
Siehe auch
- Einkommensteuertarif, der Grenzsteuersatz, der die Ersparnis bestimmt.
- Kirchenbeitrag, wirkt ebenfalls über den Grenzsteuersatz, als Sonderausgabe.
Selbst nachrechnen
- •§ 35 Abs 3 EStG 1988 (RIS)
- •Verordnung über außergewöhnliche Belastungen, BGBl. Nr. 303/1996 (idgF)