Geringfügige Beschäftigung 2026

Bis zur Geringfügigkeitsgrenze SV-frei für den Dienstnehmer, mit pauschaler Dienstgeberabgabe für den Betrieb, Stand 2026.

Definition

Eine geringfügige Beschäftigung liegt vor, wenn das monatliche Entgelt die Geringfügigkeitsgrenze von 551,10 € (2026) nicht übersteigt (§ 5 Abs 1 Z 2 und Abs 2 ASVG). Der Dienstnehmer ist dann von der Vollversicherung ausgenommen (nur unfallversichert) und kann sich freiwillig in Kranken- und Pensionsversicherung selbst versichern.

Grenzen und Sätze nach Jahr

Wert
2024
2025
2026
2027
Geringfügigkeitsgrenze
518,44 €
551,10 €
551,10 €
551,10 €
Schwelle für die DGA
777,66 €
826,65 €
826,65 €
826,65 €
Dienstgeberabgabe (DGA)
19,40 %
19,40 %
19,40 %
23,00 %
Unfallversicherung (DG)
1,10 %
1,10 %
1,10 %
1,10 %

Grenze und Schwelle je Monat. Die Dienstgeberabgabe fällt an, wenn die Summe aller geringfügigen Entgelte im Betrieb die Schwelle übersteigt.

Was der Dienstgeber zahlt

Der Dienstgeber zahlt immer die Unfallversicherung von 1,10 %. Übersteigt die Summe aller geringfügigen Entgelte im Betrieb 826,65 €/Monat (das 1,5-fache der Grenze), kommt die pauschale Dienstgeberabgabe (DGA) von 19,40 % dazu. Kommunalsteuer, Dienstgeberbeitrag und betriebliche Vorsorge fallen ebenfalls an. Ab 1.1.2027 steigt die DGA auf 23,00 %.

  • Im Rechner: Die geringfügige Beschäftigung ist als eigener Beschäftigungstyp hinterlegt: für den Dienstnehmer fällt unter der Grenze keine Sozialversicherung an (netto = brutto), der Dienstgeber zahlt Unfallversicherung und ab der Schwelle die Dienstgeberabgabe. Wähle im Brutto-Netto-Rechner oder im Lohnkosten-Rechner „geringfügige Beschäftigung“, um cent-genau zu rechnen.

Siehe auch

Im Brutto-Netto-Rechner ausprobieren Im Lohnkosten-Rechner ausprobieren
  • § 5 Abs 1 Z 2 und Abs 2 ASVG (RIS)
  • Geringfügigkeitsgrenze 2025 BGBl. II Nr. 417/2024 (ab 1.1.2025)
  • BVAEB „Beitragsrechtliche Werte in der Sozialversicherung 2026“