Kommunalsteuer (KommSt)
Definition
Die Kommunalsteuer ist eine reine Dienstgeberabgabe von 3,00 % auf die Lohnsumme der Dienstnehmer einer Betriebsstätte (§ 9 KommStG). Sie geht nicht an das Finanzamt, sondern an die Gemeinde, in der die Betriebsstätte liegt. Grundlage sind laufende Bezüge und Sonderzahlungen ohne Höchstbeitragsgrundlage; ausgenommen sind etwa Ruhebezüge, Abfertigungen und bestimmte steuerfreie Bezüge (§ 5 KommStG). Dienstnehmer zahlen nichts.
Satz nach Jahr
Gilt für laufende Bezüge und Sonderzahlungen. Der Satz ist seit Einführung der Kommunalsteuer 1994 unverändert. 2027: Vorschau nach derzeitigem Stand.
Beispiel: Brutto 4.230 €/Monat (Wien, 2026)
Das mittlere Vollzeitgehalt 2026 (Prognose): 4.230 € × 3,00 % = 126,90 € Kommunalsteuer im Monat. Dasselbe fällt auf das 13. und 14. Gehalt an, im Jahr also 14 × 126,90 € = 1.776,60 €, die der Dienstgeber an die Gemeinde zahlt.
Siehe auch
- Dienstgeberbeitrag (DB), fast dieselbe Lohnsumme, ebenfalls ohne Höchstbeitragsgrundlage.
- Gesamte Lohnkosten, alle Dienstgeberabgaben zusammen.
Selbst nachrechnen
- •§§ 1, 5 und 9 KommStG 1993 (RIS)